Umlageschlüssel in der BKA

Der Umlageschlüssel (Verteilerschlüssel) legt fest, wie eine Kostenart auf die Mieter verteilt wird. Formdock unterstützt 9 verschiedene Umlageschlüssel. Pro Kostenart wählen Sie im BKA-Assistenten (Schritt 2/3) den passenden Schlüssel.

Alle 9 Umlageschlüssel im Überblick

Nr. Schlüssel Eingabe Gesamt Eingabe Mieter Typische Verwendung
1 Wohnfläche (m²) Gesamtfläche Mieterfläche Grundsteuer, Versicherung, Beleuchtung, Garten
2 Personen × Monate Gesamtanzahl Mieteranzahl Müllabfuhr, Wasserversorgung (ohne Zähler)
3 Wohneinheiten Gesamtanzahl Mieteranteil Aufzug, Kabelanschluss, Gemeinschaftsantenne
4 Miteigentumsanteile (MEA) Gesamt-MEA Mieter-MEA WEG/Eigentümergemeinschaft
5 Verbrauch m³ (Warmwasser) Gesamtverbrauch Mieterverbrauch Warmwasserkosten
6 Verbrauch kWh Gesamtverbrauch Mieterverbrauch Heizkosten (kWh-basiert)
7 Mietanteile (%) Gesamtprozent Mieterprozent Individuelle prozentuale Aufteilung
8 Laut gesonderter Berechnung Festbetrag Direkte Zuweisung eines Betrags (z.B. Messdienstleister)
9 Verbrauch m³ (Kaltwasser) Gesamtverbrauch Mieterverbrauch Kaltwasser, Entwässerung

Standardwert bei Neuanlage einer Kostenposition: Schlüssel 1 (Wohnfläche).

Detailerklärung der Schlüssel

Schlüssel 1: Wohnfläche (m²)

Kosten werden nach dem Anteil der Wohnfläche verteilt. Beispiel: Mieter hat 60 m² von 300 m² Gesamtfläche = 20 % der Kosten.

Geeignet für: Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Haftpflicht, Hauswart, Beleuchtung, Gartenpflege, Straßenreinigung.

Schlüssel 2: Personen × Monate

Kosten werden nach der Anzahl der Bewohner multipliziert mit den Wohnmonaten verteilt. Berücksichtigt automatisch Ein- und Auszüge innerhalb der Abrechnungsperiode.

Geeignet für: Müllabfuhr, Wasserversorgung (wenn keine Einzelzähler vorhanden).

Schlüssel 3: Wohneinheiten

Jede Wohneinheit erhält den gleichen Anteil, unabhängig von Größe oder Bewohnerzahl.

Geeignet für: Aufzug, Kabelanschluss, Gemeinschaftsantenne, Waschraum.

Schlüssel 4: Miteigentumsanteile (MEA)

Verteilung nach MEA aus der Teilungserklärung. Nur relevant bei Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG).

Schlüssel 5–6 und 9: Verbrauchsbasiert

Kosten werden nach tatsächlichem Verbrauch aus den erfassten Zählerständen verteilt:

  • Schlüssel 5 – Warmwasserverbrauch in m³
  • Schlüssel 6 – Heizenergieverbrauch in kWh
  • Schlüssel 9 – Kaltwasserverbrauch in m³

Voraussetzung: Zählerstände müssen für den Abrechnungszeitraum erfasst sein (siehe Modul Zählerstände).

Gebäude-Zähler und Einheit-Zähler: Zähler können entweder an einer einzelnen Mieteinheit oder am übergeordneten Gebäude hängen. Bei der BKA werden beide berücksichtigt:

  • Einheit-Zähler (z.B. Kaltwasserzähler der Wohnung) → Verbrauch wird direkt dem Mieter zugeordnet
  • Gebäude-Zähler (z.B. Allgemeinstrom, Gesamtwasserzähler) → Verbrauch wird anteilig nach dem gewählten Umlageschlüssel auf alle Einheiten verteilt

Im BKA-Assistenten werden Gebäude-Zähler mit dem Badge „Gebäude" gekennzeichnet.

Schlüssel 7: Mietanteile (%)

Individuelle prozentuale Aufteilung – z.B. wenn im Mietvertrag ein fester Prozentsatz vereinbart wurde.

Schlüssel 8: Gesonderte Berechnung

Für Positionen, die nicht über einen Schlüssel verteilt werden, sondern direkt dem Mieter zugewiesen werden (z.B. Heizkostenabrechnung vom externen Messdienstleister). Hier wird ein fester Euro-Betrag eingetragen.

Schlüssel pro Kostenart wählen

Im BKA-Assistenten (Schritt 2) wählen Sie pro Kostenposition den passenden Umlageschlüssel aus dem Dropdown-Menü (9 Optionen). Die Auswahl beeinflusst direkt die Verteilung und das Ergebnis der Abrechnung.

Empfehlung: Verwenden Sie für verbrauchsabhängige Kosten (Heizung, Wasser) immer den passenden Verbrauchsschlüssel, sofern Zählerstände vorhanden sind.